Auf Einladung des Europäischen Übersetzer-Kollegiums und der Kunststiftung NRW wird die Reihe der "Straelener Atriumsgespräche" mit Julia Franck und ihren Übersetzern fortgesetzt.
Vom 30. Juni bis 4. Juli 2008 traf die Autorin Julia Franck die Übersetzer ihres Romans „Die Mittagsfrau“ aus Albanien - Jonila Godole, Brasilien - Marcelo Backes, Bulgarien - Ljubomir Iliev, Dänemark - Aino Roscher Kristensen, Estland - Piret Pääsuke, Finnland - Raija Nylander, Frankreich - Elisabeth Landes, Georgien - Maia Mirianaschwili, Großbritannien (und Commonwealth) - Anthea Bell, Israel - Daphna Amit, Italien - Matteo Galli, Katalonien - Pilar Estelrich, Kroatien - Latica Bilopavlovic, Litauen - Birute Lipaviciene, Niederlande - Goverdien Hauth-Grubben, Rumänien - Ramona Trufin, Schweden - Linda Östergaard, Spanien - Belén Santana López, Ungarn - Ágnes Almássy

Foto: Thorsten Greve
Julia Franck, Die Mittagsfrau
Roman, S. Fischer Verlag, 19,90 €
In der Lausitz verlebt Helene eine idyllische Kindheit, die jäh endet. Wiegeht man mit den Schicksalsschlägen um, die das Leben bereit hält? IhrVater kehrt nur zum Sterben aus dem Ersten Weltkrieg heim, ihrejüdische Mutter zieht sich zunehmend vor den Anfeindungen ihrerUmgebung in die Verwirrung zurück. Helene möchte Medizin studieren,ein ungewöhnlicher Traum für eine Frau zu Beginn des Jahrhunderts,doch sie träumt ihn weiter. Sie zieht mit ihrer Schwester Martha nachBerlin, erlebt die wilden Zwanziger. Zwei Weltkriege, Hoffnungen,Einsamkeit und Liebe – und die Erkenntnis, dass alles verloren gehenkann. Julia Franck erzählt ein Leben, das in die Mühlen einer furchtbarenZeit gerät. Ein großer Familienroman, ein eindringliches Zeitepos unddie Geschichte einer faszinierenden Frau.