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Günter Grass traf vom 3. bis 4. Juni 2004 im Rahmen des Kolloquiums SCHREIBEN UND ÜBERSETZEN literarische Übersetzer aus 10 Ländern


 

Als „der Autoren beste Leser“ kennzeichnet der Literaturnobelpreisträger Günter Grass seine Übersetzer. Für Günter Grass sind Übersetzer wichtige Mittler des Kulturbetriebs, und eine Zusammenarbeit mit seinen Übersetzern ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.

 

 

 

 

 

Der bekannteste lebende deutsche Schriftsteller informierte sich durch seinen Besuch im Europäischen Übersetzer-Kollegium im Juni 2004 über die Arbeit des weltweit größten Arbeitszentrums für Literaturübersetzer und rief zu einem stärkeren Dialog zwischen Übersetzer, Autor und Leser auf.

 

Günter Grass gab einen Einblick in seine berühmte Übersetzer-Werkstatt. Mit literarischen Übersetzern aus über 10 Ländern arbeitete er an der Übersetzung bislang unübersetzter Gedichte sowie eines noch nicht übersetzten Prosatexts und stellte sich den Fragen der Übersetzer und der Presse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu den bekanntesten Werken von Grass zählen „Die Blechtrommel“,  „Das Treffen in Telgte“, „Die Rättin“ und „Mein Jahrhundert“. Grass hat neben Romanen auch Erzählungen, Theaterstücke und Gedichte geschrieben. Zuletzt veröffentlichte er die Novelle „Im Krebsgang“ (2003). Die Schwedische Akademie teilte die Entscheidung über die Verleihung des Literaturnobelpreises am 30.9.1999 in Stockholm mit. In der Preisbegründung heißt es, Grass erhalte den Preis, „weil er in munter schwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“.

 

Am Abend las der Literaturnobelpreisträger aus seinen neuesten Werken „Im Krebsgang“ und „Mein Jahrhundert“.

 

  

 


"Gerne war ich hier, bei meinen Freunden, den Übersetzern. Das Haus: eine geeignete Fluchtburg für Notfälle. Vielen Dank sagt Günter Grass am 4. Juni 2004"

Günter Grass aus Anlaß seines Besuchs im Europäischen Übersetzer-Kollegium am 3. und 4. Juni 2004

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

  

 

 


„Es ist eine dreifache Wertschätzung, die mich heute hierher führt. Natürlich eine Wertschätzung gegenüber Günter Grass. Die zweite Wertschätzung ist in der Tat dieses Europäische Übersetzer-Kollegium, das ja eine einmalige Einrichtung ist, und in der Tat, ich bin sehr froh, daß wir nach wie vor als Land doch behilflich sein können, daß diese wichtige Einrichtung eine Perspektive hat. ... Und das Dritte ist etwas, daß Günter Grass schon ausdrückte. Ja, ich kenne kaum jemanden, der ein so stilles Dasein führt wie Übersetzerinnen und Übersetzer. Ich glaube, daß sie letztlich Literatur prägen. Und das geht unter. Eigentlich gehörte der Name der jeweiligen Übersetzer und Übersetzerinnen, wie ich finde, sehr deutlich auch auf den Buchtitel oder jedenfalls an eine geeignete Stelle. ? Ich freue mich sehr zu hören, daß heute eine ganze Reihe von Übersetzern und Übersetzerinnen aus Teilen der Welt heute dabei sind, die mit dem 1. Mai dieses Jahres auch zur Europäischen Union gehören. Auch denen würde ich gerne das Kompliment machen, daß sie in diesem zerrissenen Europa die wesentlichen Brückenbauer gewesen sind in den Zeiten, als diese europäische Einigung noch nicht absehbar war. Literatur hat ja etwas sehr Subversives, soll es auch behalten. Und die Tatsache, daß sie an dieser Subversion als Übersetzer in diesen Teilen Europas haben mitwirken können. Das - glaube ich - verdient ein deutliches Lob, eine deutliche Herausstellung."

Der damalige Ministerpräsident Peer Steinbrück bei seinem Besuch im EÜK am 3. Juni 2004

 

Günter Grass liest und signiert im vollbesetzten Forum des Städtischen Gymnasiums

ZUM NACHLESEN


  • Sophia Willems, Westdeutsche Zeitung, "Es muß doch auch in China prickeln" [mehr]
  • Małgorzata Matzke, Deutsche Welle - Polnische Redaktion, "Europejskie Centrum Tłumaczeń w Straelen" [mehr]

 

 

 

Übersetzer im Gespräch mit Günter Grass
Aus dem Gästebuch des EÜK

(V.l.) Die Übersetzer Pfetsch, Lisiecka, Yang, Mirianaschwili, Snick
Die Presse
Günter Grass signiert im Anschluß an seine öffentliche Lesung
Das Medienecho
Ein Geschenk der Konditorei Fischer
Schüler des Straelener Gymnasiums bei der öffentlichen Lesung
Ein Blumengruß der Stadt Straelen