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"Ich möchte darauf hinweisen, daß große Dinge nicht immer in großen Städten geschehen und nicht immer mit irrsinnigem Tamtam und Popp und Hopp, das schnell zerplatzt. Ich glaube, daß hier etwas ganz Großartiges geschehen ist, was wahrscheinlich bis heute fast einmalig ist."
Heinrich Böll, Schirmherr des EÜK, anläßlich der Eröffnung des neuen Domizils des Europäischen Übersetzer-Kollegiums am 24. April 1985
"In diesem Jahr, in dem wir den 700. Todestag Alfons X, dem Weisen begehen, können wir Spanier mit berechtigtem Stolz daran erinnern, daß es dieser Monarch aus Kastilien war, der als Sohn einer deutschen Prinzessin, Beatriz von Schwaben, Anspruch auf die Krone des Heiligen Reiches hatte und entscheidend zur Einführung der griechischen und arabischen Kultur in die westliche Welt beitrug, indem er die Übersetzerschule, die bereits im vorangehenden Jahrhundert ihre Tätigkeit in Toledo aufgenommen hatte, außerordentlich stärkte und anspornte. Seiner toleranten und ökumenischen Gesinnung treu, versammelte der weise König um sich Gelehrte aller Religionen und Abstammungen, darunter auch ein Mann aus diesem Land, Hermann der Deutsche, der Bischof von Astorga wurde. Nach dem Vorbild der Übersetzerschule von Toledo wurde später das Europäische Übersetzerkolleg in der nahegelegenen Stadt Straelen gegründet."
König Juan Carlos I von Spanien in seiner Laudatio aus Anlaß der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an Karl Carstens am 31. Mai 1984
Das Übersetzerkollegium ist ein wirkliches Kleinod, in einer kleinen Stadt am Niederrhein – nicht viel Schein, aber umso mehr Sein. Das hat es mit dem Übersetzen an sich gemein.
Ich bin stolz darauf, dass wir in Nordrhein-Westfalen das älteste und weltweit größte internationale Arbeitszentrum für Übersetzerinnen und Übersetzer aus aller Welt haben. Sie können im Europäischen Übersetzerkollegium in Straelen wohnen, arbeiten und die riesige Bibliothek benutzen.
Aus dem Grußwort von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers anlässlich der Verleihung des Übersetzerpreises der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen am Freitag, 3. Oktober 2008, 16.30 Uhr im Goethe-Institut Paris
"Solch wunderbar solide und seriöse Arbeit im Stillen muss belohnt werden! In dankbarer und herzlicher Bewunderung und Verbundenheit"
NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff bei seinem Besuch im Kollegium am 20. Oktober 2006
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"Jede Stadt hat ihre Merkwürdigkeit. Ulm hat ein Münster. Gladbeck hat das größte Elektrizitätswerk Europas. In Straelen habe ich das EÜK besucht. Meiner Meinung nach ist dieses Kollegium die menschlichste und wichtigste Merkwürdigkeit der gegenwärtigen europäischen Kultur, der ich in letzter Zeit begegnet bin."
Andrzej Szczypiorski, Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Straelen anläßlich seiner Lesung im Europäischen Übersetzer-Kollegium am 24. Oktober 1996
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„Das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen ist ein idealer Ort, um die wichtige Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer zu unterstützen. Das Kollegium bietet hier beste Bedingungen durch die speziell für Übersetzerinnen und Übersetzer ausgestattete Bibliothek; es ermöglicht Konzentration auf die Arbeit einerseits, aber auch den Austausch über fachliche Probleme andererseits. Obwohl alle großen Autoren von Goethe bis Grass die besondere Bedeutung von guten Übertragungen in eine andere Sprache hervorheben, arbeiten Übersetzerinnen und Übersetzer häufig unter enormem Zeitdruck, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Durch die Stipendien soll ein Raum geschaffen werden, der es erlaubt, dass ohne diese Alltagszwänge qualitativ hochwertige Texte entstehen können. Denn Übersetzungen entscheiden letztendlich darüber, ob ein Werk international Anerkennung finden kann.“
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Kulturstaatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen anläßlich der Ausschreibung von Stipendien für literarische Übersetzer, 1. März 2006
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"Wir erkennen die Bedeutung, die literarisches übersetzen nicht nur für kulturelles Verständnis, sondern auch als Impuls für die eigene Kultur hat. Daher bin ich froh und auch stolz, dass Nordrhein-Westfalen mit dem Europäischen Übersetzer-Kollegium einen Ort bietet, an dem die Kulturen dieser Welt sich in Form ihrer Nationalliteraturen permanent begegnen. Schon Goethe wußte, "daß der Übersetzer nicht nur für seine Nation allein arbeitet, sondern auch für die, aus deren Sprache er das Werk herüber genommen hat". Wir bemühen uns nach Kräften, diese Arbeit hier möglich zu machen.
Dr. Michael Vesper, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, bei der Verleihung des Übersetzerpreises 2003 der Kunststiftung NRW am 10. Juli 2003
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"De oprichters kozen destijds ook voor Straelen omdat het Rijnlandse stadje ideaal is om in alle rust te werken: er ist geen bioscoop of theater, geen treinen naar metropolen als Keulen of Düsseldorf, zelfs geen bus naar Venlo. Een fietstocht naar de Maas is het enige vertier. Het Kollegium heeft daarom tien fietsen aangeschaft. maar wie wil er weg uit het walhalla voor bibliofielen? De meesten willen er juist naar toe. Jaarlijks wordt het centrum bezocht door zo'n 750 vertalers uit de hele wereld."
Bert Albers: Dagblad de Limburger, 26. April 2003
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"So lobte Claus Sprick, im Hauptberuf Richter am Bundesarbeitsgericht, im Nebenberuf Übersetzer und aus Berufung Präsident des EÜK, die wirklich guten Geister. Und machte eine Rechnung auf: der Europäische Schlagerwettbewerb, im übrigen die letzte gemeinsame Veranstaltung der European Broadcasting Union, verbrauchte für eine Dreistundensendung 6,3 Millionen Euro! Wer kennt noch den Siegertitel des letzten Jahres? Das EÜK dagegen kommt mit gut 1.000 Euro pro Tag aus, und die in ihm entstandenen/entstehenden Titel sind über den Tag hinaus haltbar."
Ulrich Schmidt: Vom Austausch der Literaturen, Lippische Landes-Zeitung, 27.1.2003
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"Kaum ein anderes Institut erbringt künstlerische Leistungen auf allerhöchstem Niveau und erfüllt gleichzeitig auf so direktem Weg die auch von uns Politikern oft geforderte Völkerverständigung besser als das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen."
Dr. Michael Vesper, Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, beim Festakt aus Anlaß des fünfundzwanzigjährigen Bestehens am 24. Januar 2003
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"Sechs alte Bürgerhäuser, zu einem Ensemble vereint, in einem kleinen Städtchen am Niederrhein an der holländischen Grenze ist so etwas wie ein antibabylonisches Kloster. Das Städtchen heißt Straelen, ein Kloster sind die Gemäuer, weil hier in aller Stille gearbeitet wird, und anti-babylonisch, weil die Arbeit im Übersetzen der babylonischen Sprachvielfalt auf unserem Globus besteht."
Burkhard Müller-Ullrich: Leuchtturm gegen Babylon, DeutschlandRadio Köln, "Kultur heute", 10.1.2003
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"Übersetzer, in der Regel schlecht bezahlt, sind die „Galeerenarbeiter“ der Literatur. In Straelen finden sie in 29 dem Kollegium angeschlossenen Appartements optimale Bedingungen zum Arbeiten und Wohnen."
Peter Moritz Pickshaus: 25 Jahre Europäisches Übersetzer-Kollegium, WDR "Zeitzeichen", 10.1.2003
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"Straelen (sprich: "Strahlen"), ein Städtchen an der holländischen Grenze, läßt die Übersetzer strahlen."
Burkhard Müller-Ullrich: Strahlemann, Süddeutsche Zeitung, 27. Juni 2001
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"Ich bin daher sehr froh, daß wir in Nordrhein-Westfalen eine so hervorragende Einrichtung haben wie das Europäische Übersetzer-Kollegium. Hier können Übersetzer in absoluter Ruhe konzentriert arbeiten. Sie finden hier eine Bibliothek vor, die international ihresgleichen sucht. Und die Übersetzer finden hier Gesprächspartner, mit denen sie sich fachlich austauschen können - das ist nicht selbstverständlich bei einem derart „einsamen“ Beruf, der Abgeschiedenheit und Ruhe zur Bedingung hat."
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement anläßlich der Verleihung des Übersetzerpreises der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen am 26. Juni 2001
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""Für die Stadt Straelen und für die Region Niederrhein ist der Imagegewinn durch das Europäische Übersetzer-Kollegium nicht zu unterschätzen. Nicht nur der Gemüse- und Blumenumschlag hat zu hohem Bekanntheitsgrad der Stadt beigetragen, sondern weltweit das Übersetzer-Kollegium."
Grußwort der nordrhein-westfälischen Ministerin für Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Ilse Brusis, anläßlich des 20. Geburtstags des EÜK. In: Übersetzen, April/Juni 19
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"Blumen und Gemüsestadt" stand bis vor kurzem auf dem Poststempel. Schließlich werden nirgendwo in Deutschland so viele Blumen umgeschlagen wie in Straelen am Niederrhein: über 350 Millionen im Jahr. Das Land hier ist flach und weit, dicht an dicht stehen die Gewächshäuser und bedecken ganze Felder. [...] Seit Januar 1978 aber ist Straelen auch ein Ort der "Mauerblümchen" der Literatur, als die sie sich selbst immer wieder erfahren und ironisch bezeichnen, die Übersetzer, die in Straelen ihre Arche, ihr Refugium, ihren Thesaurus haben. Inzwischen werden jedes Jahr etwa siebenhundertfünfzig von ihnen registriert. Auch sie haben die Stadt zum Zentrum werden lassen und ihren Namen weit in die Welt hinaus getragen."
Andreas Rossmann: Die Mitte der Welt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Januar 1998
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"Mittlerweile ist Straelen erwachsen und das Neuzeit-Toledo einer Zunft geworden, deren Bedeutung kaum zu überschätzen, deren Ansehen kaum zu unterbieten ist: der Übersetzer. Kein Updike oder Derrida, kein Kundera oder Eco, ja nicht einmal Dostojewski, Joyce oder Proust wären in Deutschland auch nur dem Namen nach bekannt ohne diese Sprachwandler. [...] Straelen ist keine Lehr- und Forschungsanstalt, sondern ein Exerzitienhaus. 29 Appartements, Küche und PC, in dem Übersetzer nur eins tun: übersetzen."
Ulrich Deuter: Ein Anti-Babylon, Der Tagesspiegel, 10. Januar 1998
4. Straelener Atriumsgespräch mit Uwe Tellkamp <September 2009> [hier]
3. Straelener Atriumsgespräch mit Ingo Schulze <Mai 2009> [hier]
2. Straelener Atriumsgespräch mit Julia Franck <Juni 2008> [hier]
Verleihung des Übersetzerpreises der Kunststiftung NRW 2008 an Gerhardt Csejka <Juni 2008> [hier]
30. Geburtstag des EÜK <Januar 2008> [hier]
1. Straelener Atriumsgespräch mit Feridun Zaimoglu <Dezember 2007> [hier]