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Maia Miriaschnawili; im Hintergrund ihre Heimatstadt Tbilissi

 

 

 

Maia Mirianaschwili (Georgien)


Translator in Residence


April bis Juni 2008


 

Die Literaturübersetzerin Maia Mirianaschwili, nicht weit von den Kaukasischen Bergen in Georgiens Hauptstadt Tbilissi (georgisch თბილისი) geboren und aufgewachsen, übersetzt seit mehreren Jahren Werke der deutschen Literatur ins Georgische.

 

Sie studierte an der Staatlichen Universität in Tbilissi deutsche Sprache und Literatur. Aus Liebe zur deutschen Literatur und zum Schreiben begann sie schon im ersten Studienjahr zu übersetzen. Was als Hobby mit der Veröffentlichung von Übersetzungen in literarischen Zeitschriften begann - zunächst kürzere Erzählungen von deutschen Autoren wie Hermann Hesse, Franz Kafka oder Heinrich Böll -, wurde alsbald zu ihrer eigentlichen Profession, und sie begann, umfangreichere Werke zu übersetzen.

 

 

Gleich für ihre erste Übersetzung von Kurban Saids Roman „Ali und Nino, die 2002 erschien, erhielt sie den ersten Preis für die "beste Übersetzung des Jahres 2002".

 

 

2003 hat Maia Mirianaschwili ihren eigenen Verlag gegründet und nannte ihn nach dem heiligen Vogel "Ibis", der als Schutzheiliger aller Schreibenden gilt. Schwerpunkt Ihres Verlagsprogramms "Ibis" ist die neuere deutsche Literatur, die in Georgien nur wenig bekannt ist.

 

 

Diese Lücke möchte Maia Mirianaschwili mit ihrem Verlagsprogramm füllen. Sie

versucht für ihr laufendes Programm gerade solche Werke zu finden, die sowohl in Deutschland als auch in Georgien thematisch den Nerv der Zeit treffen.

 

 

 

Maia Mirianaschwili hat u.a. folgende Autoren bzw. Werke übersetzt


  • Kurt Bracharz "Wie Maulwurf beinahe in der Lotterie gewann"
  • Max Brod "Franz Kafkas letzte Lebensjahre"
  • Wibke Bruhns "Meines Vaters Land"
  • Christoph Hein "Der fremde Freund"
  • Christoph Hein "Landnahme"
  • Hermann Hesse "Augustus"
  • Franz Kafka "Briefe und Erzählungen"
  • Gloria Kaiser "Anita Garibaldi"
  • Bernhard Schlink "Der Vorleser"
  • Jens Sparschuh "Parzival Pechvogel"
  • Peter Stamm "Agnes"
  • Peter Stamm "Blitzeis"
  • Carl Seelig "Wanderungen mit Robert Walser"
  • Robert Walser "„Maria"
  • Robert Walser "Spaziergang"
  • Urs Widmer "Der Geliebte meiner Mutter"
  • Christa Wolf "Medea"
  • Juli Zeh "Adler und Engel"

 

(Stand: Januar 2008)

 

 

Weitere Translators in Residence

 

 

 

Das Projekt „Translator in Residence“ wird gefördert von der

PRESSEECHO


  • 16.4.2008, Rheinische Post, Gelderland - "Kafka für Georgien" - ein Porträt der georgischen Übersetzerin von Andreas Gröhbühl